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Menschenrechte machen uns startk! Aktion 23. August 2018

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Menschenrechte machen uns startk! Aktion 23. August 2018

In einem sehr präsenten Amnesty-Auftritt haben wir am Abend des 23. August die Berner Gruppen bei einer Aktion auf dem Bahnhofplatz Bern unterstützt. In der Verkleidung als Superman und Superwoman haben wir Informationen mit dem Slogan “Menschenrechte machen uns stark” an die PassantInnen verteilt. Am 25. November kommt die Volksinitiative “Schweizer Recht statt fremde Richter” zur Abstimmung. Sie zielt auf die Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention ab. Amnesty International spricht deshalb von einer «Anti-Menschenrechts-Initiative» und empfiehlt diese zur Ablehnung. Mit einem Wettbewerb und einer Fotoaktion versuchten wir, die Öffentlichkeit auf die Initiative und ihre Nachteile hinzuweisen. Daneben haben wir an einem Tisch Unterschriften für zwei Fälle gesammelt: Vier Studierende wurden in der Türkei festgenommen nachdem sie ein Banner mit Karikaturen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gezeigt hatten. Ihnen droht eine bis zu vierjährige Haftstrafe wegen «Präsidentenbeleidigung». In der Zwischenzeit gibt es dazu bereits gute Nachrichten: Die Studierenden sind freigelassen worden! Im anderen Fall forderten wir von den russischen Behörden, dass sie unverzüglich den Verbleib von Victor Filinkov und Yuliy Boyarshinov bekannt geben und dafür sorgen, dass sie in offiziellen Hafteinrichtungen festgehalten werden. Ihre Familien und Rechtsbeistände sollen über den Aufenthaltsort ihrer Angehörigen informiert werden und sie dort besuchen können. Die Behörden sollen die Männer vor Folter und anderweitiger Misshandlung schützen und umgehend eine unabhängige Untersuchung ihrer Folter- und Misshandlungsvorwürfe einleiten....

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Zwischen uns keine Grenzen! Flüchtlingstag 16. Juni 2018

Gepostet von am 10:09 in Flüchtlingstag | Kommentare deaktiviert für Zwischen uns keine Grenzen! Flüchtlingstag 16. Juni 2018

Zwischen uns keine Grenzen! Flüchtlingstag 16. Juni 2018

Am 16. Juni 2018 fand die Demo zum Flüchtlingstag «Zwischen uns keine Grenzen» statt. Auch wir von der Amnesty Frauenrechtsgruppe Bern haben teilgenommen. Seit Anfang sind im Mittelmeer bereits 1500 Flüchtlinge ertrunken! Dieses Elend darf nicht so weitergehen, deshalb braucht es sichere und legale Fluchtwege. Wir haben Unterschriften für die dazu passende wie auch für die Petition «Keine Inhaftierung und keinen Handel mit Flüchtlingen, Migranten und Migrantinnen in Libyen!» gesammelt. Elisabeth

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Solidaritätsaktion für Oksana Berezovskaya und Valentina Cherevatenko

Gepostet von am 10:05 in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Solidaritätsaktion für Oksana Berezovskaya und Valentina Cherevatenko

Solidaritätsaktion für Oksana Berezovskaya und Valentina Cherevatenko

Am 21. Juni 2018 veranstaltete Amnesty International anlässlich eines Public Viewing der WM im Progr eine Veranstaltung zur Frage, wie frei es sich in Russland lebt. Insbesondere die LGBT Gemeinschaft steht schon länger unter Beschuss („Anti-Gay-Propaganda-Gesetz“, massive Verfolgung von Homosexuellen in Tschetschenien). Svetlana Zakharova, Kommunikationsveranwortliche und Vorstandsmitglied des LGBT-Networks sowie Anna Tolkacheva, Multimediakünstlerin und digitale Dichterin legten dar, welche Chancen und Risiken die WM birgt und erzählten uns über ihre Erfahrungen als Menschenrechtsaktivistinnen in Russland. Anschliessend riefen wir von der Frauenrechtsgruppe das Publikum auf, eine Solidaritätsbotschaft an zwei weitere russische Menschenrechtsaktivistinnen zu verschicken. Oksana Berezovskaya ist die Leiterin der LGBTI Bewegung Avers in Samara, welche Teil des russischen LGBT Netzworks ist. Die Bewegung errichtete insbesondere ein LGBT-Gemeinschaftszentrum in Samara und gewährt rechtliche und psychologische Beratung. Ferner veranstaltet die Bewegung Theateraufführungen. Oksana wünscht sich, dass „Menschenrechtsverteidigerin“ eines Tages kein Schimpfwort mehr in Russland ist. Valentina Cherevatenko ist Gründerin und Leiterin der Menschenrechtsorganisation Women of the Don. Die NGO setzt sich seit über 20 Jahren für Frauen- und Kinderrechte ein. Sie führt u.a. Kampagnen gegen häusliche Gewalt und betreibt Friedensförderungsprojekte. Im Juni 2016 erhielt Valentina Cherevatenko eine Strafanzeige, weil sie ihre NGO nicht als «ausländische Agentin» registriert hatte. Ein Jahr später wurde sie offiziell angeklagt. Es war die erste Strafanzeige gegen eine NGO-Vorsitzende unter dem «Ausländische Agenten»-Gesetz. Das Verfahren gegen Valentina wurde im Juni 2017 eingestellt, mit der Begründung, es lägen keine Straftaten vor. Valentina entging somit knapp einer Gefängnisstrafe, der Druck auf sie und ihre Organisation ist aber immer noch enorm....

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16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Gepostet von am 15:04 in 16 Tage gegen Gewalt an Frauen | Kommentare deaktiviert für 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Weltweit finden jedes Jahr zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November und dem Internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezember Aktionen statt. Die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ hat zum Ziel, für das Thema Gewalt gegen Frauen zu sensibilisieren, auch weniger sichtbare Diskriminierungen von Frauen zu thematisieren, Beratungsstellen bekannter zu machen und gewaltfreie Wege aufzuzeigen. Am 25. November 2017 nahm die Frauenrechtsgruppe Bern an der Eröffnungsveranstaltung der Kampagne, welche durch den cfd organisiert wurde, teil. Thema des Flashmobs war Gewalt an Mädchen und jungen Frauen. Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 19 Jahren sind in der Schweiz dem Risiko ausgesetzt, verschiedene Formen von Gewalt zu erfahren. Dazu gehören sexuelle Übergriffe, Sexismus, häusliche Gewalt, Zwangsverheiratung oder Cybermobbing. Um 14 Uhr stellten wir uns alle schwarz gekleidet und mit zugeklebtem Mund auf dem Kornhausplatz in einer Reihe auf. Dies symbolisiert die gesellschaftliche Tabuisierung der Gewalt an jungen Frauen. In einem zweiten Teil fingen wir alle an, Slogans gegen Gewalt zu schreien, um die Forderung der Kampagne „Sprechen wir darüber“ zu verdeutlichen. Die Sensibilisierungsaktion der Frauenrechtsgruppe bezüglich Zwangsheiraten in der Schweiz fand um 15 Uhr ebenfalls auf dem Kornhausplatz statt. Man spricht von Zwangsheirat, wenn die Braut und oder der Bräutigam keine Möglichkeit sehen, die Ehe abzulehnen. Gemäss Art. 16 Abs. 2 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darf eine Ehe jedoch nur im freien und vollen Einverständnis der künftigen Ehegatten geschlossen werden. In der Schweiz wurden im Jahr 2016 verschiedenen Beratungsstellen 397 Fälle von Zwangsheiraten gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte noch viel höher sein. Eine Schauspielerin symbolisierte anlässlich unserer Aktion eine junge Frau, welche gegen ihren Willen mit einem älteren Mann verheiratet wurde. Das Schauspieler-Paar spazierte in Hochzeitskleidern über den Kornhausplatz und zog die Blicke von Passanten auf sich, die sich fragten, weshalb die Braut so traurig war. Wir machten mit Plakaten auf Zwangsheiraten in der Schweiz aufmerksam und verteilten Broschüren mit nützlichen Informationen für betroffene Personen. So berät zum Beispiel zwangsheirat.ch kostenlos auch ausserhalb der Bürozeiten per Telefon und Mail (021 54 00 00)....

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Schützen Sie die verletzlichen Flüchtlinge! – Aktion auf dem Casinoplatz Bern

Gepostet von am 14:53 in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Schützen Sie die verletzlichen Flüchtlinge! – Aktion auf dem Casinoplatz Bern

Schützen Sie die verletzlichen Flüchtlinge! – Aktion auf dem Casinoplatz Bern

Am Donnerstagabend den 7. September 2017 sammelten die Berner Amnesty-Gruppen vor der Kulisse einer Grenzmauer aus Kartonkisten Unterschriften für die Flüchtlinge. Diese haben auf ihrer Reise nach Europa verschiedene Grenzen und Mauern zu überwinden. Mit den Unterschriften bitten wir den Bundesrat, sichere und legale Fluchtwege zu öffnen sowie auch verletztliche Flüchtlinge nicht strikt nach der Dublin-Verordnung in das Erstasylland zurückzuschicken. Damit verhindert werden kann, dass Familien mit Kindern nicht auseinandergerissen oder Personen mit medizinischen Problemen nach Italien oder Griechenland zurückgeschickt werden. Die Schweiz soll den Ermessensspielraum, den die Dublin-Verordnung explizit vorsieht, vermehrt nutzen. Das internationale Recht und insbesondere die Uno-Kinderrechtskonvention sollen von Bund und Kantonen respektiert...

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Herzogstrassenfest

Gepostet von am 14:50 in Herzogstrasse | Kommentare deaktiviert für Herzogstrassenfest

Herzogstrassenfest

Das Herzogstrassenfest fand dieses Jahr am 2. September 2017 statt. Die Frauengruppe Bern organisierte und betreute gemeinsam mit den anderen Berner Amnesty Gruppen einen Stand. Während die Kinder am Glücksrad auf spielerische Art mehr über Menschenrechte erfahren durften, konnten die Eltern aktiv werden und Petitionen unterzeichnen. Trotz des schlechten Wetters sammelten wir erfolgreich Unterschriften für die Petition „Retten wir Menschenleben im Mittelmeer!“. Mehr als 4‘500 Frauen, Männer und Kinder sind 2016 auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken oder werden vermisst. Trotzdem wurde die Anzahl Rettungsschiffe durch die europäischen Regierungen reduziert. Anstatt Leben zu retten und sichere Fluchtwege zu schaffen, arbeitet Europa mit den libyschen Behörden daran, Menschen auf hoher See abzufangen und sie nach Libyen zurückzubringen. In Libyen werden Geflüchtete interniert und schweren Menschenrechtsverletzungen wie Folter ausgesetzt. Die Petition fordert vom Bundesrat und den europäischen Regierungen, die Kapazitäten der Such- und Rettungsmissionen im zentralen Mittelmeer zu erhöhen, sichere und legale Fluchtwege für Flüchtende zu öffenen sowie die Zusammenarbeit mit den libyschen Behörden einzustellen und daran zu arbeiten, die Menschenrechtssituation in Libyen zu verbessern. Ferner konnten die BesucherInnen unseres Standes eine Petition für Azza Soliman unterzeichnen. Azza Soliman engagiert sich für Frauen in Ägypten, die Missbrauch und willkürliche Inhaftierungen erlebt haben. Sie gründete eine Rechtsberatungsstelle, welche Opfern von häuslicher Gewalt und Vergewaltigungen juristische und psychologsiche Unterstützung anbietet. Gegen Azza laufen Verleumdungskampagenen, da ihr vorgeworfen wird, den Ruf Ägyptens zu beschädigen. Kürzlich wurde sie verhaftet, verhört und wegen Steuerbetrug angeklagt. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Mit der Petition wurde vom ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi gefordert, alle Anklagen gegen Azza Soliman unverzüglich aufzuheben sowie das Reiseverbot und die Sperrung ihres Vermögens rückgängig zu machen....

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Die speziellen Bedürfnisse von Flüchtlingsfrauen in der Schweiz

Gepostet von am 14:33 in Internationaler Tag der Frau | Kommentare deaktiviert für Die speziellen Bedürfnisse von Flüchtlingsfrauen in der Schweiz

Die speziellen Bedürfnisse von Flüchtlingsfrauen in der Schweiz

Am 30. März 2017 organisierte die Frauenrechtsgruppe Bern zusammen mit der Unigruppe Bern zum Internationalen Frauentag eine Podiumsdiskussion. Denise Graf, Asylrechtsexpertin von Amnesty International und Natalie Trummer, Geschäfsleiterin der Organisation Terre des Femmes, sprachen über die spezifischen Probleme und Bedürfnisse von Frauenflüchtlingen auf der Flucht sowie in der Schweiz. Bereits auf der Flucht sind Frauen ständig der Gefahr ausgesetzt, Opfer von Gewalt, Ausbeutung und sexueller Belästigung zu werden. Auch nach ihrer Ankunft in der Schweiz setzt sich ihre Gefährdung fort. So gibt es innerhalb des Asylverfahrens geschlechtsspezifische Probleme, welche die Frauen besonders treffen. Frauenspezifische Informationen werden im Asylverfahren zu selten beigezogen. In vielen Asylunterkünften in der Schweiz werden zudem die besonderen Bedürfnisse von Frauenflüchtlingen zu wenig berücksichtigt. Geschlechtsspezifische Diskriminierungen in Kollektivunterkünften sind deshalb keine Seltenheit. Anschliessend erzählte Amal Nasr, eine syrische Frauenrechtsaktivistin, die in die Schweiz geflüchtet ist, von ihren eigenen Erfahrungen. Nach einer spannenden Fragerunde wurden individuelle Gespräche bei einem Apéro fortgesetzt....

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NEKANE IST FREI!

Gepostet von am 11:12 in Allgemein | Kommentare deaktiviert für NEKANE IST FREI!

NEKANE IST FREI!

Die Schweizer Behörden hoben die Ausschaffungshaft von Nekane auf. Zuvor hat Spanien die gegen sie verhängte Strafe als verjährt erklärt. Die Frauenrechtsgruppe Bern stand in Kontakt mit Nekane Txapartegi, einer ehemaligen baskischen Politikerin. 1999 wurde sie in Spanien mehrere Tage inhaftiert, gefoltert und acht Jahre danach zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Sie floh und tauchte in der Schweiz unter. Am 30. Juni 2017 hat das Bundesstrafgericht entschieden, dass Nekane nach Spanien ausgeliefert werden soll. Amnesty International rief die Schweizer Behörden auf, die Baskin Nekane Txapartegi nicht nach Spanien auszuliefern. Schockierend sind die Berichte von Nekane über die Zustände in Schweizer Gefängnissen. Sie schrieb uns von Schikanen und entwürdigender Behandlung durch das Gefängnispersonal. Mehr...

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Solidaritätsaktion für die Flüchtlinge in Griechenland

Gepostet von am 19:06 in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Solidaritätsaktion für die Flüchtlinge in Griechenland

Solidaritätsaktion für die Flüchtlinge in Griechenland

Am 3. Februar nahm unsere Gruppe an dieser von der Schweizer Sektion von Amnesty International organisierten Kundgebung auf dem Waisenhausplatz in Bern teil. Die aufgestellten Zelte erinnern an die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln, die bei Kälte nicht einmal ein festes Dach über dem Kopf haben. Durch Skype waren wir mit den Flüchtlingen auf Lesbos verbunden und erhielten Schilderungen und Einblicke in ihre Situation vor Ort. Wir appellieren an den Bundesrat, das Aufnahmeverfahren für Flüchtlinge aus Griechenland zu beschleunigen und die griechische Regierung logistisch und finanziell zu unterstützen. Von Griechenland und der EU fordern wir, dass die Flüchtlinge mit Aussicht auf eine Aufnahme in europäische Länder auf das griechische Festland gebracht werden. Mehr...

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SAFE PASSAGE

Gepostet von am 10:24 in Allgemein | Kommentare deaktiviert für SAFE PASSAGE

SAFE PASSAGE

In Zusammenarbeit mit den anderen Berner Amnesty-Gruppen und “Ärzte ohne Grenzen” (Médecins sans frontières MSF) organisieren wir einen Referateabend zum Thema Migration. Sulamith Begemann von Amnesty International erläutert die weltweite Migration in Zahlen und zeigt auf, dass vor allem schwach bis mittel entwickelte Staaten die Hauptlast der Millionen von Flüchtlingen tragen, nur ein kleiner Teil kommt nach Europa. Abkommen zwischen europäischen Staaten und Staaten wie der Türkei oder Libyen sollen Flüchtlinge möglichst daran hindern, nach Europa zu kommen. In der praktischen Umsetzung geschieht dies oft unter menschenrechtswidrigen Zuständen. Deshalb sollten sich die europäischen Staaten dafür einsetzen, dass die Menschenrechte eingehalten werden und dass es in erster Linie Alternativen zu diesem gefährlichen Weg über das Mittelmeer gibt. Sie erläutert im Weiteren die bindenden Migrationsrechte aufgrund von internationalen Konventionen und weist auf die laufende Kampagne “I welcome” (link auf AI-Seite?) hin, mit der Amnesty International in den nächsten Jahren die Rechte von Flüchtlingen unterstützen will. Monica Rull war als Ärztin im Einsatz für MSF und berichtet von den Zentren, welche die Organisation in Europa betreibt. Auf dem Mittelmeer hat MSF drei Rettungsboote im Einsatz, die Flüchtlinge in Not aufgreifen. Auf ihrer gesamten Reise haben Flüchtlinge kaum Zugang zu medizinischer Versorgung aufgrund ihres vorübergehenden und illegalen Aufentaltes. MSF versucht, basierend auf humanitären Prinzipien und medizinischer Ethik Flüchtlinge zu betreuen, unabhängig von politischen, ökonomischen oder religiösen Interessen. Die meisten Behandlungen betreffen chronische Krankheiten, psychologische erste Hilfe bei Traumatisierungen, Impfungen bei Kindern und sexuelle und reproduktive Gesundheitsinterventionen. Als dritter Redner berichtet der Betroffene M.S., wie er im letzten Jahr von Syrien in die Schweiz geflüchtet ist. Sein Referat beeindruckt nicht durch Bilder und Zahlen, sondern durch die Schilderung der konkreten Zustände unterwegs, die uns die Schwierigkeiten und Ängste der Flüchtenden aufzeigen. Es ist eine Folge von Betrug, Versprechungen, Ungewissheit, Warten und Verharren in unbequemen Stellungen, sowie Eilen, Irren, stundenlangem Marschieren, Hoffen und Erschöpfung. Er betont, wie schwierig die Reise für ihn als jungen Mann gewesen sei und weist auf die Kinder und Gebrechlichen hin, für welche die Reise noch ungleich schwieriger sei. Hilfe habe er in den verschiedenen Ländern von Organisationen erhalten, die Schutz, Verpflegung und Information bieten. Er habe in Syrien Englisch studiert und eine gute Arbeit als Übersetzer gehabt. Seine Familie habe befunden, dass er in Syrien nicht mehr sicher sei. Hier in der Schweiz wohnt seine Verlobte, aber seine Zukunft sei ungewiss. Er hofft, dass er zumindest als Küchenhilfe in einem Restaurant arbeiten und sich ein Leben aufbauen kann. Die Moderatorin Marina Gold schliesst die Fragerunde und die Emotionen mit treffenden und zusammenfassenden Worten ab. Die Diskussionen gehen bei einem Apéro weiter. Die Anwesenden unterschreiben am Amnesty-Stand eine Petition an den Bundesrat, die fordert, dass die Schweiz mehr Verantwortung wahrnimmt und mehr Flüchtlinge aufnimmt....

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