Sofort in Gefahr? 117. Wenn du oder jemand anderes gerade bedroht wird, ruf die Polizei. Nicht nachdenken, ob es «reicht». Die Polizei entscheidet das, nicht du.
Alle anderen Stellen auf dieser Seite sind für die Zeit davor oder danach. Die meisten beraten kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Du musst nicht wissen, was genau du willst, wenn du anrufst oder schreibst. «Ich weiss nicht, ob das normal ist» ist ein völlig ausreichender erster Satz.
Ich habe die Adressen nach Thema sortiert. Einige passen in mehrere Kategorien, die Opferhilfe zum Beispiel ist auch bei Betrug zuständig.
Für alle, die durch eine Straftat verletzt wurden, körperlich, psychisch oder sexuell, und für ihre Angehörigen. Jeder Kanton hat eine eigene Beratungsstelle. Auf opferhilfe-schweiz.ch findest du die Adresse in deiner Nähe. Die Beratung ist gratis und vertraulich, und du musst keine Anzeige erstattet haben, um sie zu bekommen.
Schutzunterkünfte für Frauen und ihre Kinder, die zu Hause nicht mehr sicher sind. Die Dachorganisation listet auf frauenhaeuser.ch die Häuser und Beratungsstellen nach Region. Die Adressen der Häuser selbst sind aus gutem Grund nicht öffentlich, der Weg führt über die Telefonnummern auf der Website. Man kann auch einfach anrufen, um sich beraten zu lassen, ohne gleich einzuziehen.
Keine Beratungsstelle für Einzelfälle, aber das EBG sammelt Informationen zu häuslicher Gewalt und verweist auf kantonale Anlaufstellen. Nützlich, wenn du dich erst einmal in Ruhe informieren willst, was Gesetz und Behörden vorsehen.
Eine Plattform der Kantonspolizei Zürich mit aktuellen Warnungen zu Love Scam, Sextortion, Phishing und ähnlichen Maschen. Auf cybercrimepolice.ch steht auch, wie du vorgehst, wenn du betroffen bist. Anzeige erstatten kannst du bei jeder Polizeidienststelle, egal in welchem Kanton du wohnst.
Beim BACS kannst du Betrugsversuche, verdächtige Nachrichten und Fake-Profile melden. Das ersetzt keine Anzeige, aber es hilft, Warnungen schneller zu verbreiten. Das Formular ist kurz, du brauchst dafür etwa fünf Minuten.
Die SKP gibt Broschüren und Ratschläge heraus, wie man sich vor Betrug im Internet schützt. Gut geeignet, um sie ausgedruckt einem älteren Familienmitglied in die Hand zu drücken, ohne dass es nach Belehrung aussieht.
Wenn jemand deine Daten missbraucht, zum Beispiel intime Bilder verbreitet, dich mit einer Überwachungs-App ausspioniert oder deine Adresse veröffentlicht, erklärt der EDÖB deine Rechte. Für eine Strafanzeige bleibt die Polizei zuständig.
Klingt banal, ist aber oft die wichtigste Nummer, wenn du schon Geld überwiesen hast. Ruf die Nummer auf der Rückseite deiner Karte oder im E-Banking an, und zwar so schnell wie möglich. Je früher, desto eher lässt sich eine Zahlung noch stoppen.
Rund um die Uhr erreichbar, anonym, für alle, denen etwas auf dem Herzen liegt. Du kannst anrufen, aber auf 143.ch gibt es auch einen Chat und eine Mail-Beratung. Du musst kein bestimmtes Problem haben. Manchmal hilft es, einer fremden Person zu erzählen, was man Freunden nicht erzählen mag.
Für Kinder und Jugendliche, per Telefon, Chat, SMS oder Mail, ebenfalls gratis und vertraulich. Wenn dein Kind oder ein Kind in deinem Umfeld online erpresst oder bedrängt wird, ist 147.ch eine gute erste Anlaufstelle. Eltern finden dort ebenfals Informationen.
Das steht auf keiner offiziellen Liste, gehört aber dazu. Eine Freundin, eine Schwester, ein Arbeitskollege, eine Hausärztin. Jemand, der nicht mit der betreffenden Person verbandelt ist und dir einfach zuhört. Wenn du dich allein fühlst mit dem, was passiert, ist das oft der erste Schritt, bevor man sich an eine Stelle wendet.
Falls du noch unsicher bist, ob deine Situation ein Problem ist: Der Beziehungs-Check und der Love-Scam-Check können helfen, Ordnung in die Gedanken zu bringen. Sie ersetzen keine Beratung, aber manchmal machen sie den Anruf leichter.
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